tumblr_nmk5p8TjaL1uokvzbo3_1280.jpg
HeadlightChild1.jpg
tumblr_nmk5p8TjaL1uokvzbo5_1280.jpg
tumblr_nmk5p8TjaL1uokvzbo8_1280.jpg
_MG_6259.jpg
HeadlightChild3.jpg
_MG_6239.jpg

150 WATT 

Kuensterhaus Sootboern 

27.03. - 12.04.2015

 

13 künstlerische Positionen aus Hamburg im Kontext des Internationalen Jahr des Lichts

Installation · Bildhauerei · Malerei · Fotografie · zeitbez. Medien

Idee und Konzeption: Silke Silkeborg / Organisatorische Unterstützung: Kimberly Horton /

Einführung: Ursula Panhans - Bühler

 

Der Titel „150 WATT“ greift assoziativ die Extreme von schwacher sowie starker Leistung von Beleuchtung bzw. Elektrizität auf. Das Jahr 2015 wurde von der UNESCO zum „Internationalen Jahr des Lichts und lichtbasierter Technologien“ ausgerufen. In diesem Jahr soll die Bedeutung des Lichts als elementare Lebensvoraussetzung für Menschen, Tiere und Pflanzen und somit als wesentlicher Bestandteil von Wissenschaft und Kultur hervorgehoben werden. Die Wissenschaftsgeschichte des Lichts hat im Jahr 2015 wichtige Erfindungen zu erinnern: 200 Jahre Fresnels Wellentheorie des Lichts. Auch die Grubenlampe wird 200 Jahre alt.  In diesem erhellenden Kontext soll auch die Ausstellung im Künstlerhaus Sootbörn stehen. Unterschiedlichste künstlerische Positionen zum Thema „Licht“ sollen zueinander in Beziehung gesetzt werden. Eingeladen sind Hamburger KünstlerInnen aus verschiedenen Sparten. Der künstlerische Umgang mit empfundenen Ambivalenzen, entgegengesetzte kognitive Dissonanzen (Gedanken, Wahrnehmungen, Einstellungen) oder eine Ironisierung des künstlichen Lichts werden für die Ausstellung in Einzelarbeiten konzipiert und realisiert.

 

Die Geschichte des künstlichen Lichts erweist sich als hoch emotionsgeladen und durchaus vielschichtig. Die Selbstverständlichkeit mit der heute jedweder Lichtschalter bedient wird, oder eine mehrspurige städtische Straße bei Nacht überquert werden kann, gibt bereits genug Anlass zur künstlerischen Reflexion. Wahrnehmungen des künstlichen Lichts aus dem 19. Jh. erscheinen aus heutiger Sicht eher amüsand:„Ein neuer Stern leuchtet jetzt über den Städten, schrecklich, dem Auge unerträglich, als wäre er von einer anderen Welt. Die Beleuchtung eines Alptraumes. In diesem Licht lassen sich nur Morde und öffentliche Verbrechen vorstellen, oder die Korridore von Irrenanstalten. Es ist ein Schrecken, der jeden Schrecken erhöht.“Robert Louis Stevenson.Wie stark das Kunstlicht am Anfang ihrer Geschichte unter Kritik stand, beschreibt ein Artikel der Kölnischen Zeitung von 1819:Verwerflich ist das Kunstlicht aus theologischen Gründen (Eingriff in die naturgegebene Ordnung), aus juristischen Gründen (Beleuchtungskosten), aus medizinischen Gründen (längeres Aufbleiben macht krank / Erkältungsgefahr beim längeren Verweilen auf nächtlicher Straße), aus philosophisch-moralischen Gründen (Licht vertreibt das Grauen vor der Finsternis und vertreibt die Sorge von sündigem Verhalten), aus polizeilichen Gründen (Diebe haben es bei nächtlicher Helle leichter ihre Opfer auszumachen), aus staatswirtschaftlichen Gründen (Leuchtstoff, Öl oder Steinkohlen kosten eine bedeutende Summe), aus volkstümlichen Gründen (der lichtgesättigte Grossstädter reagiert abgestumpft auf Illuminationen).

"Headlight Child"

 

Quoting Duchamp´s perception of an automobile, which has it´s tale on the head (unlike a comet´s tale), this "Headlight Child" consists of six doubled car-windshields, illuminated by a color-changing led-strip integrated in a bar, that violently strikes through all glasses. Their layered frames, or windows, create a sliced space, which appears like a closed glassbox from the front, while unveiling it´s structure from the sides. The layers are only visible because the glasses are broken and the cracks superimpose each other into debth, sparkling in the light.

Those changing perspectives on an imaginary space link again to Duchamp´s notes on the 4th dimension. He mentioned that glass would probably be the most suitable material to picture the idea of a 4th dimension and therefor also might have started the "large glass" (it´s accidental cracks became a prominent element). The reflections in the glass force the eye to switch the focus on different levels, but they can´t focus on both simultaneously. Like most readymades just transport an idea or thought of something impossibility to create or perceive, also the "bottle rack" functions just as a model for a 4 dimensional object.

The windshields are readymades that are arranged as an experimental setup to create an illusion of endless depth, a view into an unknown dimension and a constantly changing atmosphere.